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Unser Schulleben Schuljahr 22/23

Erasmus+ in Schweden

Leben und arbeiten im Ausland mit Erasmus+ in Schweden  Nach meinem Anerkennungsjahr zur Erzieherin entschied ich mich dazu, meinem Traum zu folgen und ein Auslandsjahr zu absolvieren. So kam es, dass ich Anfang September 2022 ins Flugzeug stieg, um mein neues Zuhause auf der kleinen Insel Lidingö zu beziehen. Dort angekommen wurde ich herzlich von meinen neuen Arbeitskolleginnen ins Team der internationalen Vorschule aufgenommen und lernte schnell den Arbeitsalltag und seine Strukturen kennen. So verbrachten wir die ersten beiden Stunden des Tages immer im Außengelände, danach folgten Angebote zu den jeweiligen Bildungsbereichen. Zwischen dem Mittagessen und dem Snack bekamen die Kinder Zeit zum Freispiel in den Räumlichkeiten und anschließend ging es wieder für zwei Stunden ins Außengelände. Auch ich plante Angebote und führte diese mit den Kindern durch. So nutzte ich zum Beispiel den vielen Schnee und ließ die Kinder im Außengelände Kunstwerke mit Wasserfarbe auf die Eisflächen malen. Außerdem lernte ich über das Jahr unterschiedliche Feste und Gebräuche der Schweden kennen. Ich sang mit den Kindern zu Lucia in einer Seniorenresidenz, tanzte zu Mittsommer um den Baum und nahm mit den Kindern am Teddybärlauf (Bamseloppet) teil. Durch die deutsche Kirche in Stockholm lernte ich viele Freunde kennen, mit denen ich viel in meiner Freizeit unternahm. So machte ich Schneewanderungen, traf mich zum Kaffee und Kuchen essen (Fika), lief Schlittschuh auf zugefrorenen Seen, veranstaltetet Filmabende, ging auf Studentenpartys, erkundetet Schweden und schwamm bei langen Sommerabenden im Meer. Meine Englischkenntnisse verbesserten sich über mein Auslandsjahr merklich, da ich sowohl mit einigen Freunden als auch auf der Arbeit nur englisch sprach. Schwedisch lernte ich über die Zeit nicht, da ich auch beim Einkaufen, mit meinen Vermietern usw. auf Englisch kommunizieren konnte. Alles in allem zeigte mir mein Aufenthalt in Schweden, wie viel ich allein schaffen kann. So bin ich selbstbewusster, selbstständiger und mutiger geworden. Ich hatte vor meiner Abreise einige Sorgen, da ich noch nie allein gewohnt hatte, meine Englischkenntnisse nicht besonders gut waren und bis kurz vor knapp hatte ich auch keine Wohnung. Aber das alleine wohnen stellte sich als sehr angenehm heraus, nachdem ich mich eingewöhnt hatte, und meine Kolleginnen halfen mir bereitwillig und erklärten mir Sachen auch zweimal, wenn ich sie nicht verstand. Meine Sorgen lösten sich also schnell und ich genoss meine Zeit und die damit verbundenen Erfahrungen. Was ich euch damit sagen möchte, wenn ihr euch vorstellen könnt, eine Zeitlang im Ausland zu leben, dann tut es! Ich habe in Schweden ein zweites zu Hause, voller Abenteuer, Freunden und Herausforderungen gefunden, die mich geprägt und gestärkt haben. Ich würde es jederzeit wieder machen!

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Erasmus+ in London

Bericht London Aufenthalt Sarah K. (EAH-Klasse) Ich hatte das Glück mit dem Erasmus+ Programm, die ersten 6 Monate meines Anerkennungsjahres (01.09.2022-28.02.2023) in London zu verbringen. Ich habe am Robert-Wetzlar- Berufskolleg die allgemeine Hochschulreife gekoppelt mit der Erzieherausbildung absolviert. Ich arbeitete in London im German Kindergarten in North Dulwich und konnte unglaublich schöne Erfahrungen sammeln. Das System des Kindergartens ist dort etwas anders, da die Kinder nur zwei Jahre in den Kindergarten gehen. Sie werden meist mit 2 oder kurz vor ihrem zweiten Lebensjahr eingewöhnt und gehen mit 4 dann in eine Vorschule. Der Ablauf ist ähnlich wie auch in deutschen Kindergärten. Es gibt Frühstück beim Ankommen, eine Freispiel Phase vor dem Morgenkreis und dann eine sehr lange Freispielphase draußen vor dem Mittagessen. Nach dem Mittagessen schlafen die jüngeren Kinder und die älteren machen mit den Erziehern eine geplante Aktivität. Jede Woche hat ein Thema und zu diesem Thema wird jeden Tag vertiefend eine Aktivität mit den Kindern durchgeführt. Ebenfalls gehen die Kinder jede zweite Woche in die “Greenhouses”, wo sie Erfahrungen und Wissen über die Natur und Tiere sammeln können. In meiner Zeit in London habe ich die gesamten 6 Monate bei einer Gastfamilie gewohnt, die ebenfalls 2 Kinder haben. Ich habe dort monatlich Miete bezahlt und konnte jedoch mit Ihnen Frühstück- und Abendessen. Die Förderpauschale von Erasmus+ hat für alles genügend gereicht. Ich hatte am Wochenende sehr viel Freizeit und konnte neben den schulischen Aufgaben auch Ausflüge in andere Städte, wie Cambridge, Bristol und Birmingham unternehmen. Alles in Allem würde ich mir diese Erfahrung nicht nehmen lassen und empfehle allen, die die Chance dazu erhalten, diese auch wahr zu nehmen. Es war ein kleiner wahrgewordener Traum für ein paar Monate in der schönen Metropole zu leben!

Das Herz der Schule nimmt Abschied vom RWB

Feierliche Verabschiedung der Schulleiterin

Am Freitag, dem 16. Juni 2023, verabschiedete das Robert-Wetzlar-Berufskolleg nach 24 Jahren Dienst, zunächst als Kollegin, später als Leiterin der Schulentwicklung, stellvertretende Schulleiterin und seit 2014 als Schulleiterin, Frau Oberstudiendirektorin Birgit Hufnagel. Begrüßt durch den stellvertretenden Schulleiter Julian Anselm in der neu, fertiggestellten Aula, folgten Redebeiträge, die Frau Hufnagel als Person und ihr dienstliches Wirken beleuchteten. Sowohl Herr Anselm, als auch Frau Türk, Vorsitzende des Lehrerrats und Frau Anspach, Koordinatorin des UNESO-Teams am RWB, hoben ihre dem Menschen sehr zugewandte, offene, herzliche und unvoreingenommene, wertschätzende Art hervor, die es sehr leicht machte, mit ihr ins Gespräch zu kommen, und stets ein konstruktives und lösungsorientiertes Zusammenarbeiten ermöglichte. Unterstützung und Rückhalt, die nicht als selbstverständlich angesehen werden können, wurden von Frau Hufnagel stets als Selbstverständlichkeit vorgelebt. Parallelen zu den Namensgebern Mathilde und Robert Wetzlar, die im Denken und Handeln am Puls der Zeit orientiert waren, wurden von Frau Türk gezogen, denn die Schulleiterin Frau Hufnagel setzte sich sehr für den Neubau ein, und auch die Menschen und Beziehungen waren ihr sehr wichtig. In ihrer Abschiedsrede räumte Frau Hufnagel ein, dass der Neubau wirklich schön geworden sei, jedoch noch ein weiter Weg vor uns läge, bis dass das ganze Gebäude saniert wäre und die Arbeitsbedingungen, bezogen auf Internetanschluss und Digitalisierung, so seien, dass Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer gut arbeiten und lernen könnten. Mit der Ausstattung durch iPads und der Einführung interaktiver Tafeln im Neubau seien weitere Anfänge gemacht, doch, wie Frau Hufnagel sagte: „Es muss weiter gehen!“ Eine von der Abteilung Körperpflege zusammengestellte Slideshow ließ die Gäste auf beeindruckende Weise auf unterschiedlichste Situationen des Schullebens der Schulleiterin zurückblicken und bot vielfältige Einblicke ihres Wirkens. Den unzähligen positiven Zuschreibungen ihrer Person aus den vorherigen Beiträgen schloss sich Herr Zelmanski, Leiter des Schulamtes der Stadt Bonn, an, der in Worten darauf aufmerksam machte, was die zukünftige Pensionärin als Schulleiterin ausmachte: „[Sie war eine] warmherzige, teamorientierte, weltoffene und liebenswerte Chefin für alle, auch für mich und meine Kolleginnen und Kollegen des Schulamtes, mit großem Herz, viel Empathie, Fleiß [und] Humor“, die anpackte und Schule lebte und gestaltete. Sie sei das Herz dieser Schule, dass allen sehr fehlen werde. Auch im Namen der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Katja Dörner, drückte Herr Zelmanski seine besondere Dankbarkeit und Wertschätzung aus. Frau Heine-Wissen überreichte ihr im Namen des Dezernats 45 der Bezirksregierung Köln mit den besten Wünschen zur Verabschiedung die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand und beschrieb die zukünftige Pensionärin als eine Schulleiterin, die wie der Pädagoge Pestalozzi Frau Heine-Wissen sich wünschte, mit Kopf, Herz und Hand handelte. In einem persönlichen Interview mit ihr, gab die Schulleiterin zu verstehen, dass sie nie ein konkretes Vorbild hatte, wohl aber eine Vorstellung davon, wie sie sein möchte. Die Arbeitsbedingungen sollten gut sein und der gesamten Schulgemeinschaft sollte es gut gehen. Außerdem verriet sie, dass es für eine erfolgreiche Führung und Leitung nicht nur ein gutes Team bedürfe, wie das des RWBs, sondern auch Gelassenheit und einen Ausgleich zur Arbeit in Krisenzeiten, die sehr herausfordernd sein könnten. Als persönliche Herausforderungen als Schulleiterin nannte sie in diesem Kontext die Flüchtlingskrise 2015, die zur selben Zeit startenden Baumaßnahmen in der Kölnstraße, die Coronazeit, die Digitalisierung, die immer noch im Gange sei, Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, bei denen es um Konflikte ging, aber vor allem auch Schicksalsschläge durch den Tod von zwei Kolleginnen der Schule. Jedoch gab es auch viele wunderbare Momente im Leben der Schulleiterin. Hier sei zu nennen: Der wertvolle Austausch mit so vielen Menschen und Netzwerken, die Verleihung von Urkunden und Preisen sowie die strahlenden, stolzen Augen von Schülerinnen und Schüler, die in der Ausbildungsvorbereitungsklasse starteten und später in der Berufsfachschule zum Beispiel Fachabitur erlangten. In ihren 24 Jahren am RWB liebte es die Schulleiterin Frau Hufnagel vor allem ihrer Rolle als „Außenministerin“ nachzukommen. Dies zeigte sich an ihren vielen Reisen, bedingt durch Unesco-Projekte, die ihr sehr am Herzen lagen, regionale und internationale Kooperationen und generelle Netzwerkarbeit, die sie mit viel Freude betrieb und ihr Leben “bunt und schön“ machten. Doch ihre schulische Heimat, der sie von Anfang bis Ende ihres Wirkens am RWB treu blieb, fand sie in der Ausbildungsvorbereitung inclusive der internationalen Klassen. Die Vorliebe mit Menschen zu arbeiten, die vielleicht im Leben benachteiligt sind oder waren, zeichnete sich bereits sehr früh vor ihrem Pädagogikstudium ab, da sie eigentlich nie vorhatte Lehrerin zu werden, geschweige denn Schulleiterin von so einer großen Schule, wie sie in ihrer Abschiedsrede zu verstehen gab. Vielmehr träumte sie davon, in die Entwicklungshilfe zu gehen und viele Menschen kennenzulernen und zu verbinden. Im Anschluss an die Au revoir-Performance der Kolleginnen und Kollegen der Ausbildungsvor­bereitungsklassen, dankte Frau Sieling, Leiterin der „Heimat­abteilung“, zusammen mit Frau Grünwald der Schulleiterin Frau Hufnagel für die kompetente Wegbegleitung, für ihr Vertrauen sowie die Freiheiten, die sie dem Kollegium gegeben hatte, um Dinge auszuprobieren, sodass das Kollegium mit ihr wachsen konnte. Zufrieden und dankbar verabschiedet sich die Schulleiterin Frau Hufnagel von ihren Gästen: „So gehe ich nun heute zufrieden aus dieser Schule heraus, die meine Schule war. Für die Zukunft wünsche ich der Schule alles Gute, allen viel Freude bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, ein schnelles Voranschreiten der Baumaßnahmen sowie eine zügige Klärung der Schulleitungsfrage.“ Nun freut sie sich zukünftig, mehr Zeit mit ihrer Familie, ihrer Mutter und ihren Enkelkindern verbringen zu können. Auch plant sie noch viele Länder zu bereisen. Dabei steht Nepal ganz oben auf ihrer Reiseliste, gefolgt von Indien, Australien und Neuseeland. Damit sie nicht mit leeren Händen nach Nepal reisen muss, wurde sie in ihrer Vorliebe benachteiligten Menschen zu helfen unterstützt. Noch am gleichen Tag erhielt sie von allen anwesenden Gästen eine Spende zur Unterstützung der non-profit Organisation HEAD Nepal. Diese setzt sich für die Förderung und Bildung sowie die berufliche Aus- und Weiterbildung von Menschen mit Behinderung im Himalaya der Region Nepal ein. Bei anschließendem Speis und Trank, unter strahlend blauem Himmel, gab es dann noch viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, bei Musik zu tanzen oder den Tag einfach gemütlich ausklingen zu lassen. Alles hat seine Zeit. Und so ging auch diese Feier, die das Eventteam mit viel Liebe vorbereitet hatte zu Ende. Für die kulinarische Verpflegung sorgten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Bildungsgänge.

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